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WARUM LÄUFT HERR R. AMOK?

von Rainer Werner Fassbinder, Michael Fengler

Inszenierung: Susanne Kennedy

Schauspiel

„Warum läuft Herr R. Amok?“ ist die Geschichte eines durchschnittlichen Mannes, der in jedem Bereich seines Lebens alles so tut, wie von ihm erwartet. Aber darüber verliert er sich selbst. In dieser Leere wächst unbemerkt eine unbestimmte Aggression, einer Welt gegenüber, die von Vorurteilen, Frustrationen und Klatsch bestimmt ist. In einer Folge von unbefriedigenden Begegnungen und kleinen Niederlagen zeigt Fassbinder, wie sich ein Alltagsleben in eine Hölle verwandelt, ein kleiner Mann in ein Monstrum, der am Ende, für die Außenwelt völlig unerwartet, erst seine Familie, und dann auch sich selbst vernichtet.

„Der Film fasziniert mich, weil er auf ein Leben hinzoomt und die Details gnadenlos dokumentiert. Diese Details sind beinahe unerträglich, und doch setzt sich unsere Realität genau aus diesen Komponenten zusammen.“ (Susanne Kennedy)

Die Produktion wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen

Mit

Çigdem Teke, Walter Hess, Christian Löber, Edmund Telgenkämper, Anna Maria Sturm

Statisterie

Kristin Elsen, Renate Lewin, Sibylle Sailer, Erika Waltemath, Ingmar Thilo, Herbert Volz

Inszenierung

Susanne Kennedy

Bühne

Lena Newton

Kostüme

Lotte Goos

Video

Lena Newton, Ikenna David Okegwo

Licht

Jürgen Kolb

Dramaturgie

Koen Tachelet

Sounddesign

Richard Janssen
pressestimmen

"Aus dem Aufschrieb der Dialoge hat Susanne Kennedy für die Kammerspiele einen Theaterabend gemacht – und was für einen! [...] In jedem Moment überrascht das radikale Konzept mit seiner Stimmigkeit sowie einer ebenso erheiternden wie verstörenden Komik und begeistert als ein intensiv erlebbarer Besuch in einem den Alpträumen des Mittelstands gewidmeten Wachsfigurenkabinett." (Abendzeitung)

"Auf absurde Weise kommt bei Kennedy nun das Spontane, der schnöde Alltagsjargon zu vollen Theaterehren: langsam eingesprochen, klar artikuliert und deutlich vernehmbar, was mitunter urkomisch ist. Jedes „Äh “ darf hier strahlen, genauso wie jedes Bühnendetail seinen Auftritt bekommt, genauso wie jede Geste der Schauspieler, auch maskenbedingt, das Auge einfängt. [...] Alles wirkt bedeutsam, alles könnte eine Spur sein. Oder Nichts. Auch darin liegt eine Qual. Ein höllisches Szenario, ein neues Fegefeuer."(www.nachtkritik.de)