Kammer 2
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NICHTS VON EUCH AUF ERDEN

von Reinhard Jirgl

Inszenierung: Felix Rothenhäusler, Felix Rothenhäusler

Schauspiel

In „Nichts von euch auf Erden“ stellt Reinhard Jirgl die Frage nach der Zukunft des Menschen. Er spekuliert auch darüber, wie eine Zukunft ohne Menschen aussehen könnte. Denn es gab einmal eine Zeit vor dem Menschen und es wird eine Zeit nach dem Menschen geben. Der Ausgangspunkt der Geschichte: Europa hat sich endgültig in einer undurchlässigen Wohlstandsglocke von den anderen Kontinenten abgeschlossen, um die beste aller Welten gegenüber Eindringlingen oder Andersdenkenden zu sichern – synthetisch, sauber, sicher. In Sanftheit verlöschend. Doch als die vor einiger Zeit auf den Mars ausgewanderten Visionäre auf die Erde zurückkehren, weil sie den Mars noch immer nicht bewohnbar haben machen können, gerät die künstlich heile Welt auf Erden noch einmal in Bewegung. Neuer Anfang wird gesetzt und die Friedlichkeit der Passivität mit der Gewalt der Tat konfrontiert. Wohin führt der Weg des jungen Erdbewohners Bo? Welche Entscheidungen wird er treffen? Und welche Welt wird dann entstehen?






Am 14. Dezember fand zudem eine Lesung mit Gespräch und Filmen statt, die Chris Dercon und Alexander Kluge abhielten. Reinhard Jirgl kam als Gast hinzu: Die Zukunft - unser großer Bruder


Uraufführung am 16. Dezember 2015

pressestimmen

„Die eigenwillige, aber poetische Sprache Jirgls, der die Theateradaption selbst erstellte, funktioniert auch im Vortrag. Das ist gar nicht immer so tiefsinnig und düster, wie man vermuten möchte, sondern sehr warm, witzig und uneitel.“ (Nicolas Freund, Süddeutsche Zeitung)

„Bei den drei jungen Schauspielern, die diesen Typus des letzten Menschen darstellen, kommt die betäubte Bewegungslust in einer Zappeligkeit in Zeitlupe zum Vorschein. Sie reden wie in Trance und machen dabei immer etwas mit Händen oder Füßen. Mit diesen gestischen Arabesken findet die Inszenierung von Felix Rothenhäusler dann doch ein geniales Äquivalent für den idiosynkratischen Satzbau Jirgls, jene Umständlichkeit, die einen gewaltigen Überschuss an Wahrnehmungen und Empfindungen transportiert.“ (Patrick Bahners, Frankfurter Allgemeine Zeitung)