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DIE ZOFEN

von Jean Genet

Inszenierung: Stefan Pucher

Schauspiel

Claire und Solange dienen als Zofen bei der gnädigen Frau. Sobald diese die Wohnung verlässt, träumen sich die beiden Schwestern in ein sadomasochistisches Rollenspiel, das zusehends wie die Generalprobe eines wirklichen Mordes erscheint. Doch die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit, Rolle und Identität verwischen immer mehr, sodass die Schwestern am Ende zum Opfer ihres eigenen Spiels werden.

„Genet hat vor allem in ästhetischer Hinsicht vieles vorweggenommen, was uns heute nach wie vor beschäftigt. Er stellt bewusst immer wieder besonders theatralische Momente aus, um eine Distanz gegenüber allzu psychologischen oder politischen Zugängen zu schaffen.“ (Stefan Pucher)

Mit

Brigitte Hobmeier, Annette Paulmann, Wiebke Puls

Inszenierung

Stefan Pucher

Bühne

Barbara Ehnes

Kostüme

Annabelle Witt

Video

Ute Schall

Licht

Stephan Mariani

Musik

Christopher Uhe

Dramaturgie

Tobias Staab
pressestimmen

"In den vielen Live-Videos (verantwortlich: Ute Schall) machen sich die exzentrischen Stummfilmgesichter in Großaufnahme besonders gut: Expressionismus und Melodramatik pur. Gothic-Style. Kussmünder in Schwarz-Weiß, sich Rauch zublasend. Wimperntuschenpathos. Homoerotische Züngelei. Auch mal Einspielungen aus Fassbinders „Querelle“-Verfilmung. Das ist technisch grandios gemacht und auf Barbara Ehnes' schwarzer Tunnelbühne schön anzusehen." (Süddeutsche Zeitung)

"Der multimediale Rahmen, in dem der Regisseur in jeder Sekunde dieses fast zweistündigen Abends den schwierigen Autor Genet, den existenzialistischen Gedanken zwischen Freiheit und der Absurdität des Daseins und seine drei den Zuschauer ganz in ihren Bann ziehenden Schauspielerinnen inszeniert, ist perfekt durchdacht ausgefüllt." (FAZ)

"(Stefan Pucher) steigert sich bis zum Ende in einen wahren Bilderrausch, man will alle zwei Minuten das Geschehen anhalten und ihm dieses Bild abkaufen, um es zuhause an die Wand zu hängen."(www.nachtkritik.de)