DAS URBANE – WER ÜBERNIMMT MEINE VERANTWORTUNG?

Mo, 28.09., 19.30 Uhr, Dachkammer (Glasspitz) / Moderation: Ralf Homann

Was ist Stadt? Was eigentlich zeichnet das Stadtleben aus? Was unterscheidet das urbane Lebensgefühl von dem Leben in einem Dorf, auf See, in der Einsiedelei? Und wer ist denn heute Stadt? Verglichen mit der Zeit, in der die meisten unserer Städte gebaut wurden, prägen heute neue Gruppen das Bild: massenhaft Singles, Studenten aus aller Welt, Dauerprekäre, Alte und Uralte, globalisierte Bonzen, Jobnomaden, Migranten und viele andere mehr. Die molekulare Zusammensetzung der Stadt hat sich massiv gewandelt – was bedeutet das für „das Urbane“? Was ein Stadtbewohner können muss, was seine Pflichten und Fähigkeiten sind oder sein sollten, lässt sich nicht leicht bestimmen. Was wäre zum Beispiel, wenn Stadtbewohner ihr Leben in der Stadt nicht mehr nur passiv begreifen würden, sondern das Leben in der Stadt verknüpft wäre mit Verantwortung, der jeder Einzelne täglich nachkommen müsste? Wenn Stadt immer wieder und Tag für Tag durch das aktive Tun und Lassen ihrer Bewohner zustande käme? Wie müsste man dann leben in meiner Stadt? Wie würde ich mich auf den Straßen bewegen? An welchen Orten würde ich mich aufhalten und was würde ich dort tun?

Mit:
Christopher Dell ist diplomierter Musiker, promovierter Psychologe und Theoretiker, der sich im Besonderen mit Architekturtheorie und Urbanismus beschäftigt. Seit 15 Jahren leitet er das Institute for Improvisation Technology in Berlin, das das Feld der Improvisation unter diversen Gesichtspunkten zu betrachten sucht, unter anderem auch in Hinblick auf Stadt, Stadtgestaltung und Architektur.
Christine Hannemann ist Architektursoziologin und Professorin für Architektur- und Wohnsoziologie an der Universität Stuttgart und beschäftigt sich im Besonderen mit den Wechselwirkungen menschlicher Bedürfnisse und Interessen mit der gebauten Umwelt.

Moderation: Ralf Homann

Mo, 28.09.2015, 
19.30 Uhr, Dachkammer (Glasspitz)